Die Sojabohne (Glycine max L.) gehört zu den Schmetterilngsblütlern in der Familie der Hülsenfrüchte (Leguminosae bzw. fabaceae). Sie stammt von der Wildform Glycine Soja ab. Die Sojabohne ist weltweit die wichtigste Oelsaat. Sojabohnen enthalten Eiweiss, das in seiner Qualität mit tierischem Eiweiss vergleichbar ist. Dennoch werden nur ca. 2% direkt vom menschen konsumiert. Der überwiegende Rest wird zu Sojaoel verarbeitet. Der Sojakuchen aus der Oelherstellung wird als Tierfutter verwendet. In Nordost-China wird Soja seit mehr als 8000 Jahren genutzt und war lange Zeit zusammen mit Hirse die wichtigste Nahrungspflanze in China. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Sojabohne nach Europa gebracht, erreichts hier aber nie eine grosse Bedeutung im Anbau.
Anbaugebiete sind im deutschen Alpenraum Freiburg, Nakartal und das südliche Bayern. In Österreich wird Soja bereits seit 1875 angebaut. Die Anbaufläche steigt stetig. Anbauregionen sind Oberösterreich, Burgenland, Niederösterreich, Kärnten und Steiermark. In der Schweizere Landwirtschaft wurde Soja 1988 eingeführt. Die Forschungsanstalt Agroscope befasst sich mit der Züchtung angepasster Sorten. In der Genbank Chngins werden 37 Akzessionen erhalten.
Soja braucht sog. Weizenböden” und gedeiht bei gleichen bedingungen wie Mais.