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Beschreibung

Das Karneval bzw. die Fasnacht von Evolène startete am 6. Januar und geht bis Mitte/Ende Februar. Während dieser Zeit trifft man auf den Strassen von Evolène auf mythische, traditionelle, teils angsteinflössende Figuren. Sie können unberechenbar und schelmisch sein, aber man sollte keine Angst vor ihnen haben. Mit ihren spielerischen Angriffen möchten sie die bösen Geister vertreiben, um das gute Wetter wieder herzustellen.

Zu Beginn der Fasnachtstage, am Abend des 6. Januars, werden im ganzen Dorf Kuhglocken geschwungen. Sie sollen das Karneval «wecken» und es kann mit den Feierlichkeiten begonnen werden.

Bald darauf treffen die  «Peluche», im Dorf ein. Die mit Fellen und Masken verkleideten Gestalten veranstalten einen riesigen Lärm mit ihren Kuhglocken, den sogenannten «Sonnette». Während der Fasnacht haben sie das Sagen im Dorf. Sie nutzen die Kräfte der Natur, um die bösen Geister des Winters zu vertreiben.

Am letzten Samstag des Karnevals umrunden alte, etwas übergewichtige Frauen in traditionellen Trachten das Dorf. Es handelt sich um die «Maries». Angeleht an die Taten einer Frau namens Marie, die im Jahr 1913 geboren war, geben sie den Menschen, denen sie bei der Dorfumrundung begegnen, gute Ratschläge.

Am Sonntag treten schliesslich noch die «Empailles» auf. Diese riesigen Gestalten in Jutesäcken, die mit Stroh ausgestopft sind und eine aus Zirbenholz geschnitzte Maske tragen, kommen nur an diesem Tag heraus. Sie tragen einen Besen mit sich, den sie in Pfützen tauchen, um anschliessend Passanten zu beschmutzen. Im Gegensatz zu den «Peluche» versuchen sie nicht, die Geister zu vertreiben, sondern viel mehr, ihnen ähnlich zu sein und sie damit zu besänftigen.

Quellen

https://carnaval-evolene.ch/